2 x Gold und Silber für die SG Wenden

Heiß, heißer, Hannover: So könnte das inoffizielle Motto der Deutschen Halbmarathon-Titelkämpfe lauten. Wie schon im vergangenen Jahr fanden die deutschen Meisterschaften im Rahmen des Hannover Marathons statt, sodass die Veranstalter über alle angebotenen Strecken einen Teilnehmerrekord vermelden konnten. Auch von der SG Wenden waren mehr Teilnehmer am Start, als noch vor Jahresfrist. Ebenfalls konnte die Stimmung an der Strecke im Vergleich zum Vorjahr noch getoppt werden: die sommerlichen Temperaturen lockten unzählige Zuschauer an die Straßen, die auch die Läufer aus Wenden stark anfeuerten.

Schnellster im roten Dress war wieder einmal Jörg Heiner. In 1:11:41h holte er sich die Goldmedaille in seiner Altersklasse und sicherte sich innerhalb nur einer Woche den zweiten Westfalenrekord (10km-Rekord vor Wochenfrist beim Paderborner Osterlauf).  Auch Christl Dörschel gewann eine Einzelmedaille in ihrer Altersklasse. In 1:21:32h lief sie auf dem 2.Platz ein. Sie konnte von dem kürzlich absolvierten Trainingslager auf Lanzarote stark profitieren: „Ich war an die Sonne und höhere Temperaturen schon etwas mehr gewöhnt, obwohl ich sonst bei diesen Bedingungen eher schlecht zurechtkomme.“ Auch ihre Altersklassenkollegin Melanie Linder hatte kürzlich noch in der Wärme trainiert. Sie kam nach 1:24:24h ins Ziel. Zusammen mit Katja Hinze-Thüs (1:28:06h), die kürzlich erst bei den 100km-Meisterschaften geglänzt hatte, erreichten die Drei die Goldmedaille in der Altersklassen-Teamwertung.

Eine neue persönliche Bestleitung konnte Daniela Wurm erlaufen. Nach 1:22:07h erreichte sie den Zielstrich am Rathaus. „Ich merke das Trainingslager schon noch in meinen Knochen und auch mit dem eingesetzten Pollenflug hatte ich Probleme“, kommentiert sie ihre Leistung. Nach einer tollen neuen persönlichen 10km-Marke war sie mit einem schnelleren Plan an den Start gegangen, doch die äußeren Bedingungen ließen dies am Sonntag nicht zu. Auch Verena Schneider konnte ihr anvisiertes Zeitziel nicht erreichen. „Ab Kilometer 9 hatte ich große muskuläre Beschwerden und wollte fast aussteigen – aber da standen überall Zuschauer. Das ging dann nicht!“, beschreibt sie das Dilemma. Nach 1:23:35min kommt sie ins Ziel. Dennoch sollten die beiden jungen Läuferinnen mit ihren Ergebnissen und dem gezeigten Kampfgeist sehr zufrieden sein. Schließlich erreichten sie zusammen mit Christl Dörschel im Gesamtfeld der Frauenmannschaften einen grandiosen zweiten Platz und konnten mit einer Silbermedaille um den Hals die Rückreise antreten.

Obwohl sie mit einer etwas schnelleren Zeit geliebäugelt hatte, freute sich auch Steffi Osthoff über ihr Ergebnis. Die 1:24:18h bedeuten eine neue persönliche Bestleistung. Zusammen mit Melanie und Katja belegt sie im zweiten Frauenteam den tollen Platz 8 in der Gesamtwertung von 41 Mannschaften.

Freud und Leid liegen oft nah beieinander. Insbesondere im Sport wird diese Weisheit oft bestätigt. Während der aussichtsreiche M40-Team-Athlet Thomas Schönauer wegen einer Sehnenreizung erst gar nicht angereist war („Ich bin sehr enttäuscht!“), musste Fabian Jenne den Tücken der Streckenführung Tribut zollen. Da der Marathon vorher gestartet wurde und bekanntermaßen doppelt so lang ist, läuft das Halbmarathonfeld irgendwann auf das Marathonfeld auf, bis sich die Wege der Läufer noch einmal trennen. Der Olper, der in den vergangenen Wochen sehr gute Trainingsleistungen erreicht hatte, befand sich in einer größeren Gruppe ambitionierter Läufer, die an einer Stelle den falschen Abzweig wählten. Der Irrtum fiel zu spät auf, sodass Fabian sich entschied, das Rennen nicht zu beenden. So gab es auch keine Männermannschaft der SG, obwohl sich Mark Fekadu noch in 1:32:18h ins Ziel gekämpft hat: „Ab Kilometer 7 ging es nur noch ums Finish!“. Diese ist eine von viele Aussagen zum Wettkampf, die allesamt deutlich machten, dass die SGler am vergangenen Wochenende wieder ein hartes Stück Arbeit verrichtet haben.

Dennoch berichtete Trainer Egon Bröcher am Sonntagabend sehr zufrieden von den zurückliegenden Stunden. Neben der grandiosen Stimmung an der Strecke, hob er besonders den Team-Spirit hervor, der auch schon am Vorabend des Rennens beim gemeinsamen Abendessen geherrscht hatte. Dazu trugen auch die mitgereisten Vereinskollegen Dominik Sasse und Maik Burbach bei, die an verschiedenen Stellen an der Strecke standen und angefeuert haben.

 

 

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