Drei Goldmedaillen gehen in den Kreis Olpe

Alexander Lind, Marco Giese und Staffel glänzen bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften

Mit gedämpften Hoffnungen sind die Leichtathleten aus dem Kreis Olpe zu den Westfälischen Hallenmeisterschaften nach Dortmund gefahren – und eroberten in überzeugender Manier gleich drei Goldmedaillen. Daran beteiligt waren Alexander Lind (U18) über 400 Meter und Marco Giese über 1500 Meter, beide von der SG Wenden, wie auch die 4x200-Meter Staffel der Startgemeinschaft Olpe/Fretter.

In Abwesenheit des größten Konkurrenten Toni Riediger war es für den 25-jährigen Marco Giese ein besserer Trainingslauf in 3:59,15 Minuten. „Ich lag lange Zeit an dritter Stelle. Die erste Runde war recht langsam, aber die letzten vierhundert Meter waren unter sechzig Sekunden“, schilderte Giese seine Taktik.

Ungefährdete Siege

Titel Nummer zwei holte der deutsche U16-Vizemeister über 300 Meter, Alexander Lind. „Alexander ging die vierhundert Meter, die er zum ersten Mal gelaufen ist, sehr verhalten an und lag nach der ersten Runde etwa fünfzehn Meter zurück. Als aber der vor ihm liegende Wattenscheider nachließ, kam Alexander auf und überholte ihn etwa sechzig Meter vor dem Ziel noch“, freute sich sein Trainer Egon Bröcher über den neuen Coup seines Schützlings.

Trotz des Sieges muss er schneller angehen, so Bröcher weiter, und hakt diesen Erfolg nach 53,06 Sekunden unter Erfahrung ab. Mit einer halben Sekunde Vorsprung war sein Sieg letztlich ungefährdet. Ungefährdet war aber auch der Sturmlauf des 200-Meter-Quartetts der StG Olpe/Fretter.

Knapp eineinhalb Sekunden vor der StG LA A46 (Region Hagen) kam Julia Hippler ins Ziel. Die Vorarbeit hatten Alina Hoberg, Christin Schneider und Wiebke Rosemeyer geleistet. Mit 1:47,64 Minuten unterbot das Quartett bereits zum zweiten Mal die Norm für die Deutschen U20-Hallenmeisterschaften in Halle an der Saale.

Paula Simon gelingt Quantensprung

„Diese Leistung ist umso höher zu bewerten, da Alina und Christin bereits drei Rennen zuvor bestritten hatten, auch Julia hatte schon zwei Starts absolviert“, deutete Karl-Heinz Besting, Delegationsleiter der StG Olpe/Fretter, die Stärke dieses Trios an. So blieb Alina Hoberg über 200 Meter mit 26,98 Sekunden erneut (nach Düsseldorf) unter der Schallmauer von 27 Sekunden.

Einen starken Auftritt hatte auch Julia Springob über 60 Meter. Im Vorlauf stellte sie mit 7,91 Sekunden ihre Bestzeit in, kam aber nach verpatztem Start im Zeitendlauf nach 8,01 Sekunden nur auf Platz 12. Bei der U18 verbesserte Alina Hoberg von 8,18 Sekunden (Vorlauf) ihre Bestleistung im Zeitendlauf auf 8,14 Sekunde. Platz 6 war der Lohn.

Bestleistungen über 60 Meter produzierten auch Julia Hippler und Paula Simon (LG Südsauerland), die mit jeweils 8,25 Sekunden gemeinsam auf Platz 11 des großen Starterfeldes kamen. „Für Paula war die Verbesserung ihrer Bestzeit fast ein Quantensprung“, stellte Besting, Vorsitzender der Kreis-Leichtathletik, fest.

Ebenfalls Platz 11 erreichte Julius Knoche (eh. LGS, jetzt LG Kindelsberg Kreuztal), der sich mit 7,12 Sekunden immer mehr der magischen Sieben-Sekunden-Grenze nähert.